Sonntagsflüstern – 15 Tipps, um Dein Leben zu entschleunigen

Die letzten Monate waren für mich voller aha-Momente. Mal kleiner, mal größer. Pausen machen und auszutesten was im Alltag funktioniert und was nicht hat zu einer starken Verlangsamung und Entspannung in meinem Leben geführt. Jeder der mich etwas näher kennt weiß allerdings, dass ich nicht so wirklich jemand bin, bei dem einem das Wort „entspannt“ oder „langsam“ als erstes in den Kopf kommt. ;-)

Ich rede schnell, ich gehe schnell und wenn ich eine Idee habe, dann will ich sie JETZT machen. Und nein, leider übertreibe ich dabei nicht wirklich. Die Vorstellung von einem Urlaub, den man am Strand liegend verbringt, ist für mich grauenvoll. So bin ich.

Wie Du Dir nun sicher vorstellen kannst, gehört Geduld nicht so unbedingt zu meinen größten Stärken. ;-) Entsprechend war mein Leben entschleunigen … schwer. Und das ist noch ziemlich untertrieben. Es ist nicht so, dass ich nicht schon früher versucht hätte, ein ruhigeres und entspannteres Leben zu führen. Es ist mir nie wirklich gelungen. Schon allein die Vorstellung fünf Minuten nichts-tuend im Garten in der Sonne zu liegen, war für mich die reine Folter. Es tatsächlich zu tun – man hätte mich wohl festbinden müssen. (Nein, das ist kein Witz.)

15 ways to slow down your life

In letzter Zeit wurde es jedoch einfacher. Viel einfacher. Ich bin mir nicht sicher wieso … aber ich liebe es. Endlich verstehe ich was es bedeutet im „Jetzt“ zu leben. Ich kann einfach sitzen und sein. Nicht immer. Und auch nicht stundenlang am Stück. Aber immer öfter. Und es fühlt sich wundervoll an. Ich kann die kleinen Dinge genießen – den Sonnenschein, eine Blume, den Wind auf der Haut. Und in diesem kleinen Moment fühle ich, dass alles perfekt ist. Es bringt solch ein wundervolles Gefühl von Zufriedenheit, das ich bisher nicht kannte. Dieses Gefühl jetzt spüren zu können, dafür bin ich so dankbar.

Und einmal erfahren – wollte ich mehr. :-) Leider ist es ja im Leben so, dass langsamer werden gar nicht so leicht ist. Wenn man nicht aufpasst, ist man ganz fix wieder zurück in der alten Spur, mit dem alten Tempo. Daher begann ich möglichst viele Ideen zu suchen, mit denen ich mein Leben entschleunigen kann. Und für den Fall, dass Du Dein Leben auch etwas langsamer angehen möchtest – hier ist etwas Inspiration. 15 Tipps, um Dein Leben zu entschleunigen. Wähl Dir einen aus.

1 Tee trinken.

Wie Du Dir vielleicht denken kannst, mein Lieblingstipp. Einfach dasitzen – am liebsten auf unserer Schaukel im Garten – und eine Tasse warmen Tee schlürfen. Wundervoll!

15 ways to slow down your life2 Tagebuch schreiben.

Als Kind habe ich furchtbar viel Tagebuch geschrieben. Unglaublich. Ich liebte es zu schreiben. Ich liebe es heute noch. Und Schreiben hilft mir oft mit emotionalen Dingen besser zurechtzukommen oder einfach das zu verarbeiten, was so passiert. Und es dreht das Tempo ein Stück runter. Statt von einem Tag zum nächsten zu springen, macht man eine Pause, sitzt, schreibt, denkt nach. Seltsamerweise hab ich irgendwann mit dem Tagebuch schreiben aufgehört. Ich hielt es für Zeit- und Papierverschwendung. Und nun bin ich ja SO froh, dass ich es doch wieder begonnen hab.

3 Yoga.

Yoga hilft mir, mich ruhig – oder ruhiger ;-) – zu fühlen. Es hat einfach wundervolle Auswirkungen auf meinen Geist. Ich liebe die Yoga-Videos von

Erin Motz (auf Englisch), da sie nicht super lang sind und sich somit leicht in den Tag einbauen lassen.

4 L A N G S A M essen.

Ich muss leider zugeben, dass ich zu der Sorte Mensch gehört habe, die ihr Essen inhaliert. Gar nicht absichtlich. Aber mein Kopf war immer so beschäftigt mit 1001 Gedanken, dass ich dem Essen selber kaum Beachtung schenkte. Kennst Du diesen total seltsamen Moment, wenn Du auf Deinen Teller schaust und feststellst, dass er leer ist und Du Dich wunderst wieso? Ja, so war ich.

Ich versuche jetzt mein Essen langsam und Biss für Biss zu genießen. Ist für mich total schwer, weil ich mich grad beim Essen ganz leicht ablenken lasse. Aber ich arbeite dran. Netter Nebeneffekt: Mein Bauch freut sich über das langsame Essen – weniger Magenbeschwerden. Und – auch nicht zu verachten – wenn man wirklich aufmerksam und bewusst isst, dann hört man in der Regel eher auf, da man besser merkt, wann man satt ist. ;-)

5 Schaukeln.

Keine Ahnung wieso, aber für mich funktioniert das hervorragend. Ich LIEBE schaukeln. Hab ich schon immer. Könnte ich stundenlang machen. Versuch’s mal, vielleicht funktioniert es für Dich ja auch?

6 In der Natur sein.

Ich liebe die Natur. Und ich hab das Gefühl, die Natur liebt mich. ;-) Manchmal sitz ich einfach in unserem Garten oder auf einer Parkbank. Höre den Vögeln zu. Beobachte wie die Blätter im Wind wehen. Schaue aufs Wasser. Es ist wie eine Umarmung für die Seele.

Wenn ruhiges Sitzen zu schwierig ist – nicht immer „kann“ ich das – dann gehe ich spazieren, joggen oder radfahren. Nicht ganz so langsam wie sitzen. ;-) Aber besser als gar nichts.

7 Einen Brief oder eine Postkarte schreiben.

Ja, mit der Hand. Email ist nicht erlaubt! Es geht ja darum, dass es etwas langsamer gehen soll. Und wenn Du mit dem Schreiben fertig bist, schickst Du es an jemanden, den Du magst. Da heute kaum noch jemand mit handschriftlichere Post rechnet, ist das garantiert eine tolle Überraschung.

Und falls Du noch auf der Suche nach inspirierenden Postkarten bist, dann schau doch einfach HIER.

15 ways to slow down your life8 Ein Buch lesen. Zum Spaß!

Genau, einfach nur so lesen. Sich in einer Geschichte verlieren. Wann hast Du das zum letzten Mal gemacht?

9 Ein Haustier streicheln.

Tiere sind einfach geniale Lehrer wenn es um Entschleunigung geht. Oder hast Du jemals eine Katze wie verrückt herumrennen sehen? Oder einen Hund komplett gestresst, weil er nicht alles von seinem Tagespensum geschafft hat?

10 Wäsche falten oder aufhängen.

Ich weiß, das klingt irgendwie etwas seltsam. Aber so langweilige Aufgaben, bei denen man nicht wirklich denken muss, helfen mir sehr mich ruhiger zu fühlen. Abwaschen klappt auch ziemlich gut. Oder Kartoffeln schälen. Leider funktioniert es überhaupt nicht beim Bad putzen. Mist!

11 Nur EINE Sache von der „zu erledigen“-Liste auswählen

Probier es mal für einen Tag. Es klingt ziemlich schwierig und funktioniert natürlich auch nicht immer. Aber ab und zu einfach mal nur eine Sache erledigen und damit zufrieden sein – das geht.

12 Mit einer Kerze allein im Dunkeln sitzen.

Klingt ein bisschen gruselig? Versuch es mal. Die Dunkelheit ist gar nicht so dunkel, wie man zunächst denkt. Ich finde es total romantisch und beruhigend die Flamme zu beobachten.

13 Zug fahren.

Statt mit dem Auto zu fahren, nimm doch mal den Zug. Ich LIEBE es Zug zu fahren. Es ist wunderbar einfach zu sitzen mit viel Platz für die Beine (anders als im Auto) und aus dem Fenster die vorbeiziehende Landschaft anzuschaun. Einfach tagträumen oder lesen.

Und falls eine Quasselstrippe neben Dir sitzt und Du einfach grad nicht in der Stimmung zum Reden bist – Kopfhörer aufsetzen! Funktioniert hervorragend. Du musst noch nicht mal Musik anmachen. Einfach Kopfhörer aufsetzen und alle lassen Dich in Ruhe.

14 Zeichnen.

Falls Du nicht gern zeichnest, mach einfach etwas anderes was Dir Spaß macht. Für mich funktionieren auch stricken, häkeln und manchmal nähen ganz hervorragend. Es muss nur eine Tätigkeit sein die Spaß macht und bei der man „abschalten“ kann.

15 ways to slow down your life15 Eine Meditations-CD hören.

Das Meditieren hervorragend geeignet ist um zu entschleunigen wissen wohl die meisten. Allerdings fällt es mir immer noch sehr schwer „einfach so“ zu meditieren. Sobald ich mich ruhig hinsetze, fangen die Gedankenstürme in meinem Kopf an. Also tricks ich mich einfach selber aus und höre geführte Meditationen. Ich liebe sehr die Meditationen von Deepak Chopra (auf Englisch), aber es gibt viele viele andere. Da ist für jeden  Geschmack und jede Vorstellung was dabei.

Wenn Du eine gute „Quelle“ für geführte Meditationen hast, verrat‘ sie mir und allen Lesern doch in den Kommentaren.

Nun bin ich neugierig – würdest Du auch gern Dein Leben etwas entschleunigen?

Wenn ja, was ist Deine Lieblingsmethode, um die Welt um Dich herum etwas zu verlangsamen?

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7 Responses to Sonntagsflüstern – 15 Tipps, um Dein Leben zu entschleunigen

  1. Annett Heinrich says:

    Hallo Ursula,
    Danke für die vielen tollen Vorschläge!
    Einige werde ich bestimmt Mal ausprobieren.
    Wenn ich entschleunigen möchte, mach ich sehr gern eine Fantasiereise oder ich zeichne, dabei werde ich ruhiger und es tut einfach nur gut!

    • Liebe Annett,

      ganz lieben Dank für Deinen lieben Kommentar!
      Fantasiereise hört sich auch super an. Das werde ich mit meinen Kindern mal probieren. Und ja, sich im zeichnen oder malen verlieren, das ist einfach nur Balsam für die Seele. Geht mir auch so. :-)

      Ganz liebe Grüße,

      Ursula

  2. All of these tips are amazing!!! I’m definitely sharing this post with my fans. I’m in fitness and slowly down is so important for my clients, because it helps decrease stress, which can can weight gain.

    I got into fitness through running, which is kinda the opposite of Yoga, but find that it helps me SO much. Excited to check out the YouTube channel you shared. If you’re looking for another free yoga spot, try DoYogaWithMe.com :)

    LOVE your postcards too. I know a little German and may have to pick some up auf Deutsch for fun :)

  3. Iris says:

    Great post!! In the same, always doing, moving, thinking at 100mph. Always occupied with getting things done rather than the process. I’ve been trying to slow things down too, just sit, take breaks, notice things. It’s so valuable!

  4. Thank you Ursula for your post today. Exactly what I needed to hear. I love to knit or spin yarn to slow down. Zone out into the rhythm of hand work.

  5. Hallo Ursula, Entschleunigung fällt mir häufig auch so schwer. Mir gelingt es am ehesten, wenn ich draußen mit meinen Hunden unterwegs bin. Oder wenn ich mich darauf einlasse mit meiner kleinen Tochter ein Spiel zu spielen. Oder meine Katze kraule. Wenn das Wetter wieder besser ist lege ich mich einfach mal in den Garten :-) Wichtig ist, dass was ich in dem Moment tue anzunehmen und zu genießen. Und nicht nebenbei noch an die Arbeit (die Spaß macht und mich bereichert) zu denken.

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