Was ist Selbstachtsamkeit? Und wozu brauch ich das?

Selbstachtsamkeit. Schon ein komisches Wort, oder?
Aber im Endeffekt ist es genau das, was es sagt:

Achtsamkeit für sich selber.

Meine kleine Reise zu mir. 10 Schritte zu mehr Selbstachtsamkeit - von Ursula Markgraf

Im Englischen gibt es das schöne – wie ich finde – Wort „selfcare“. Sich um sich selbst kümmern. Aber im Deutschen hab ich dafür leider keine wirkliche Entsprechung gefunden. Nach langem hin und her und grübeln und überlegen und andere Leute fragen, hab ich mich dann auf das Wort „Selbstachtsamkeit“ festgelegt.

Ja, klingt ein wenig ungewohnt. Aber das ist gar nicht so schlecht. Denn genau das ist es ja auch. Ungewohnt. Oder?

Ich habe bis jetzt noch keine einzige Frau getroffen, der Selbstachtsamkeit von Anfang an leicht fällt.  Irgendwie scheinen Frauen sich um alles und jeden zu kümmern – AUSSER sich selber. Dabei ist es doch so wichtig.

Wenn Du ehrlich zu Dir selber bist – wie gut achtest Du auf Dich selber?

„Auf was genau, sollte ich denn da achten?“ fragst Du Dich vielleicht. Gute Frage. Ich finde ja, dass da ziemlich viele Dinge dazu gehören. Zum Beispiel:

-Darauf achten, was mein Bauchgefühl mir sagt. Auf meine Intuition hören.
-Darauf achten, was mein Körper gerade braucht. Schlaf, Nahrung, Wasser, Bewegung … oder einfach eine Pause?
-Darauf achten, mit was – oder auch wem – ich mich umgebe. Was – oder wer – tut mir gut?
-Darauf achten, dass ich positiv über mich selber denke. Mich liebe.
-Darauf achten, dass ich meinen Träumen und Wünschen folge und sie nicht vergesse, in den Hintergrund schiebe oder für unwichtig halte.
-Darauf achten, dass ich nicht nur für andere, sondern eben auch für mich selber da bin. Mir Gutes tue. Mich selber feiere.
-Darauf achten, dass ich im Alltag nicht untergehe, sondern ihn „gestalte“. Nach meinen Vorstellungen.
-Darauf achten, dass ich freundlich mit mir selber bin. Perfektion aufgeben.
-Darauf achten, dass ich dankbar bin.

Diese Liste ist mit Sicherheit nicht vollständig, so vieles gehört dazu. Aber es geht gar nicht darum, dass Du alles auf einmal tust. Es geht darum, einen kleinen Anfang zu machen. Los zu gehen. Kleine Veränderungen zu wagen.

Mal nein sagen, wenn Du merkst, dass Du eigentlich gar nicht willst. (Warum auch immer.) Dich einfach mal ausruhen, ohne Dich dabei schlecht zu fühlen. Vielleicht zeitiger ins Bett gehen oder Dir ein schönes Bad in der Wanne gönnen. Einfach etwas für Dich tun! Und es genießen. Und dann Tag für Tag danach suchen, was Du noch für Dich tun kannst.

Und was hast Du dann von der ganzen Selbstachtsamkeit?

Tja, wenn ich jetzt schreibe, „Wirst Du schon sehen.“, dann ist das sicherlich keine befriedigende Antwort. ;-)

Aber ich bin mir fast sicher, dass Du es Dir denken kannst. Mit mehr Selbstachtsamkeit bist Du:
-gesünder
-glücklicher
-ausgeglichener
-effektiver und damit erfolgreicher

Mit mehr Selbstachtsamkeit bist du einfach mehr DU!

Und das ist nicht nur eine Bereicherung für Dich und Dein Leben – nein, das ist eine Bereicherung für jeden in Deinem Umkreis!

Falls Du nun Lust bekommen hast, Dich auf eine kleine Reise zu mehr Selbstachtsamkeit zu begeben – oder jemandem den Du liebst einen kleinen Stupser in diese Richtung zu geben – dann schau Dir mein neues kleines Büchlein an, in dem es genau um dieses Thema geht!

Ich würde mich freuen, wenn ich Dich auf Deiner kleinen Reise zu mehr Selbstachtsamkeit begleiten darf. ;-)

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7 Responses to Was ist Selbstachtsamkeit? Und wozu brauch ich das?

  1. Jen says:

    wunderschöner Artikel – und so wichtig!

    Bei mir selbst war genau das „Selbstachtsamkeit“mit der Schritt wieder zu heilen, interessanterweise bin ich hier zu aber erst Wirklich durch meine Ernährungsumstellung gekommen.

    viele liebe Grüße

    Jen

    • Liebe Jen,

      ja, ich denke es gibt viele Zugänge zur Selbstachtsamkeit. Es ist ja letztlich auch in allen Bereichen des Lebens wichtig … und einer fängt vielleicht zuerst damit an, dass er sich jeden Tag etwas Zeit für sich gönnt, ein anderer fängt an für sich regelmäßig Yoga zu machen oder zu meditieren und ein anderer fängt an, sich besser zu ernähren ….
      Und oft ziehen ja Veränderungen in einem Bereich auch Veränderungen in anderen Bereichen nach sich. :-)

      Liebe Grüße,

      Ursula

  2. Pingback: Über die Ängste ein Business zu starten, eine neue Definition für Erfolg, und: Selbstachtsamkeit - Follow Your Joy

  3. Liebe Gesche,

    ganz lieben Dank für Deinen Kommentar!
    Und ich kann das mit dem überhaupt nicht auf Intuition oder auf Signale des Körpers hören, nur zu gut nachfühlen. Ich habe eigentlich mein ganzes Leben so gelebt … bis ich merkte, dass es einfach nicht funktioniert. Vielleicht ist es deswegen für mich heute auch so wichtig, dieses Thema immer wieder anzusprechen und eben auch ein solches Büchlein zu veröffentlichen. :-)
    Auf seinen Körper und auf seinen Intuition hören, ja, das kann sehr beängstigend sein und braucht auch Übung. Aber es ist nicht nur befreiend, sondern man merkt auch irgendwann wie viel eigentlich an Wissen und wundervollen Dingen IN uns steckt – das wir leider oft gar nicht nutzen. Ich empfinde das als so aufbauend und ermutigend und … ermächtigend (wieder so ein komisches Wort im Deutschen).
    Ich wünsche das jeder Frau, dass sie dieses Gefühl kennt! :-)

    Ganz liebe Grüße

    Ursula
    Ganz liebe Grüße

    Ursula

  4. Liebe Ursula, beim lesen der ersten Zeilen dachte ich, ich würde etwas über mich lesen. Denn auch ich habe mich in meiner Arbeit auf den Begriff der Self-Care spezialisiert. Ich finde deinen Ansatz klasse und würde mich nach meinem Umzug gerne mal mit dir unterhalten :-)

    Mach weiter so und sei für viele Frauen ein wundervolles Vorbild.

    Liebe grüße Deine Nicole

    • Liebe Nicole,
      verzeih bitte meine späte Antwort auf Deinen Kommentar! Mein wordpress war irgendwie der Meinung, Deinen Kommentar zum Spam sortieren zu müssen und dort habe ich ihn erst jetzt gefunden. :-(

      Ich hab mich jedenfalls sehr darüber gefreut und hoffe Dein Umzug ist gut gelaufen! Und Unterhalten – gern! :-)

      Ob ich so ein wundervolles Vorbild bin, äh, da bin ich mir nicht ganz sicher. ;-) Aber ich versuche zumindest andere – und mich selber natürlich auch! – immer wieder daran zu erinnern. :-)

      Ganz liebe Grüße,

      Ursula

  5. Gesche says:

    Ach super, ich hatte auch immer Probleme ein schönes deutsches Wort für den Komplex selfcare-selfawareness zu finden. Ich teste jetzt mal Selbstachtsamkeit aus, mal sehen wie der Begriff so in mir resoniert.
    Als jemand, die zwichendurch ein paar Jahre überhaupt nicht auf ihre Intuition oder die Signale ihres Körpers gehört hat, und sich jetzt langsam wieder rantastes, kann ich nur sagen: Es ist schwierig über Selbstachtsamkeit zu schreiben, ohne pathetisch zu klingen.
    Seine eigene Wünsche zu kenne (zu spüren) kann sich beängstigend anfühlen, aber gleichzeitig auch viel freier und voller als vorher!
    Liebe Grüße, Gesche

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